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Aronia


Polyphenole und Anthocyane sind natürliche Pflanzenfarbstoffe, die zu den sog. Vitalstoffen zählen. Sie tragen zum allgemeinen Wohlbefinden und zur normalen Funktion des Immunsystems bei. Aronia liefert im Vergleich zu vielen anderen Früchten besonders hohe Mengen dieser Stoffe, weshalb sie in Ernährungskreisen als äußerst wertvolle Nahrungsergänzung für Menschen gilt, die sich bewusst ernähren möchten.

Die  Aroniapflanze existiert nur in 3 Arten: neben der schwarzen Apfelbeere noch die rote Filzige Apfelbeere (Aronia arbutifolia) und Aronia prunifolia, eine natürliche Kreuzung aus Aronia arbutifolia und Aronia melanocarpa. Heute gibt es allerdings jede Menge gezüchtete Sorten von Aronia melanocarpa. Der hohe Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen macht sie sehr resistent gegenüber Pilzen und Pflanzenschädlingen. Deshalb ist es nicht nötig die Sträucher mit Pflanzenschutzmitteln zu behandeln. Selbst eine Düngung muss nicht notwendig erfolgen, da die Aroniapflanze sehr wuchskräftig ist und mit vielen Früchten aufwartet.

Für Gartenbesitzer eignet sich die Aroniapflanze als äußerst genügsamer Hecken- oder Strauchbbewuchs. Die Pflanze wird etwa 2 m hoch, ist ein Flachwurzler und kann sich bei guter Erde zu einem ansehnlichen Strauch, ebenfalls mit 2-3m Breite auswachsen.

Die Beeren lassen sich sowohl als Trockenbeeren, als auch tiefgekühlt aufbewahren. Im getrockneten Zustand werden sie auch gerne gemahlen verwendet. Allerdings wird man im Garten schnell feststellen, dass man nicht der einzige Aronialiebhaber ist: Vögel, insbesondere Amseln, sind ganz wild auf Aroniabeeren. Wenn sie sich ihrem Reifezustand nähern, gilt es schnell zu sein, ansonsten schaut man in die Röhre.

Die Aroniabeere eignet sich ganz hervorragend zum Aufpeppen des morgendlichen Müslis. Zusammen mit einigen Blaubeeren oder roten oder schwarzen Johannisbeeren geben sie morgens einen exquisiten Vitaminschub ab. Alleine muss man wegen ihres herben Geschmacks einige Tropfen Zitronensaft zugeben, tiefgekühlt verliert sich der herbe Geschmack etwas.

 

Gesundheitliche Wirkung

Aronia melanocarpa zählt zu den polyphenolreichsten Früchten Europas. Die dunkelviolette  Aroniabeere gilt als heimisches Superfood und ist reich an Polyphenolen, Anthocyanen, Flavonoiden, Vitamine A, C, E, K, B-Komplex außer Vitamin B12, Kalzium, Magnesium, Kalium, Zink, Eisen und Mangan und Ballaststoffen. Diese Stoffe sind bekannt dafür, dass sie gefäßschützende Wirkung besitzen und zu einem normalen Energiestoffwechsel beitragen können. Im Gegensatz zu vielen sonstigen Superfoods ist Aronia an unsere Breiten angepasst und winterhart, sie wächst in Deutschland, Polen, Russland, Österreich und ist dadurch besonders nachhaltig. 

Aroniasaft soll besonders geeignet sein, den Blutdruck und den Blutfettgehalt zu senken. Bei Magen-, Darm-, Leber- und Gallenbeschwerden helfen die Gerbstoffe, die in den Beeren enthalten sind.

Die Aroniainhaltsstoffe sind entzündungshemmend, cholesterinsenkend, gefäßerweiternd und blutzuckerregulierend.

Der Pflanzenfarbstoff Anthocyan färbt die Aroniabeere dunkelviolett. Der Anthocyangehalt soll bei der kleinen Beere so hoch wie bei keiner anderen Frucht sein. Sie soll 800 Milligramm Anthocyan pro 100 Gramm Beeren enthalten. Schwarze Johannisbeeren haben im Vergleich dazu nur 370 Milligramm und Heidelbeeren nur 165 Milligramm pro 100 Gramm Beeren. Im Vergleich zu Heidelbeeren, schwarzen Johannisbeeren oder Cranberries enthält Aronia also bis zu fünfmal mehr Anthocyane.

Neuere Forschung bestätigt, die Beere ist zwar kein Wundermittel, aber ein wertvoller Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.

Daneben fand eine Studie aus dem Jahr 2004 heraus, dass Aronia-Extrakt das Wachstum von Krebszellen hemmen kann.

Auch bei Brustkrebs soll der Fruchtextrakt der Beere hemmende Wirkung besitzen.

Bei Darmkrebs soll Aronia ebenfalls vorbeugend wirken.

Aronia enthält Blausäure

Die dunkelviolette Aroniabeere enthält relativ viel Blausäure. Zunge und Zähne können sich beim Verzehr der Beere dunkelblau färben.

Blausäure kann in gewissen Mengen giftig sein. Allerdings enthalten 100 Gramm Aroniabeeren höchstens 1,2 Milligramm Blausäure.

Giftig ist Blausäure erst ab einem Wert von 0,7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.

Um sich zu vergiften müsste man also mehrere Kilogramm Aroniabeeren essen.

Vorsicht bei Eisenmangel

Vorsicht gilt es bei einem manifesten Eisenmangel walten zu lassen. Aroniabeeren enthalten Proanthocyanidine, die Eisen binden und die Ausscheidung von Eisen fördern können.

Obwohl die Aroniabeere selbst Eisen enthält, kann trotzdem ein hoher Aroniaverzehr sich negativ auf den Eisenhaushalt auswirken.

Aronia und Blutverdünner

Einige der bekannten Superfoods können mit Blutverdünnern reagieren. So können etwa Goji-Beeren  zusammen mit Blutverdünnern die Blutgerinnung  beeinträchtigen.

Im Gensatz zu Goji-Beeren können Aroniabeeren  die Wirkung von Blutverdünnern abschwächen oder sogar ganz aufheben. Das liegt an dem enthaltenen Vitamin K. Bis zu 1,0 Milligramm Vitamin K pro 100 Gramm Trockenbeeren können enthalten sein. Man sollte also hier vorsichtig sein bei gleichzeitiger Blutverdünnereinnahme und dies mit seinem Arzt besprechen.

 

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