Auf verschiedenen Seiten dieser Site wurde schon beschrieben, welche übergroße Schwierigkeit die heutige Medizin hat, Candida richtig zu diagnostizieren. Immerhin wurde in den nach-2010 Jahren die systemische Candidainfektion als ein großes Problem erkannt.
Ich zitiere hier im folgenden aus hoffentlich nicht anzweifelbaren Quellen, weil jede eigene Aussage hierzu in Frage gestellt würde. Auch kommen die hier zitierten Aussagen bei weitem nicht an die konkreten Erlebnisse heran, die von Candida Betroffene in den Arztpraxen erfahren. Immerhin hat sich in den letzten 30 Jahren einiges gewandelt in der Sicht der Medizin auf mögliche Krankheitsursachen und Darm. Äußerst langsam setzt sich auch in der Medizin die Ansicht durch, dass Erkrankungen im Darm nicht nur zu Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen in der Bauchregion, Durchfall oder Verstopfung führen, sondern durchaus sehr viel ernstere Folgen haben können.
"Nachweis von Candida in einer Stuhlprobe: Bei dieser Nachweismethode ist zu beachten, dass der Pilz sich gerne an der Darmwand "festklebt" und deshalb gar nicht mit ausgeschieden wird. Trinken Sie ein paar Tage vor der Stuhlprobe regelmäßig Essigwasser, so erhöht sich die Chance, den Pilz durch diesen Test nachweisen zu können. Leider gibt es bei Stuhlproben häufig falsch-negative Ergebnisse, eben durch dieses Festkleben, auch dadurch bedingt, dass die Proben just aus einem Stück zwischen den unsichtbaren Pilznestern entfernt worden sein kann."
"Eine
Fehldiagnose der Candidainfektion kann tatsächlich zu noch stärkerem
Candidawachstum führen. Wenn Ihr Arzt beispielsweise glaubt, dass
Sie ein Reizdarmsyndrom, Morbus Crohn oder Gastroenteritis haben,
wird er Ihnen z. B. entzündungshemmendes Kortison oder ein anderes
Medikament vorschlagen. Dadurch geraten Steroide und andere
Chemikalien in den Darm und den Magen und können dort eine
allergische Reaktion, bedingt durch das Leaky-Gut-Syndrom und das
geschwächte Immunsystem, verursachen, die wiederum ein erhöhtes
Candidawachstum mit sich bringen kann.
Ein weiteres Problem bei der
Diagnose ist, dass es auch, wenn Candida im Blut oder im Stuhl
festgestellt wurde, unmöglich festzustellen ist, wie tolerant der
Körper des Patienten gegenüber Candida und seiner Nebenprodukte ist.
Die eine Person ist vielleicht in der Lage auch eine große
Candida-Population im Körper zu vertragen und hat dennoch nur
minimale Symptome, während eine andere Person schon bei einer nur
milden Candidainfektion erheblich darunter leiden.
Die Testmethoden in diesem bereich
sind nicht besonders gut und in der Regel wird dieser Krankheit auch
keine große Beachtung geschenkt, weder in Hinsicht auf die
Behandlung, noch auf die Diagnose. Die am häufigsten verwendeten
Testmethoden sind Blutproben und der Kratztest (scratchtest) an der
Haut und im Mund (falls der Pilz hier vorkommt) zum Ansetzen von
Kulturen, doch häufig zeigen diese Tests negative Befunde, trotz
einem Candida-Befall. Biopsien (die Entnahme von Gewebe), um damit
durch Züchtung von Pilz-Kulturen den Befall nachzuweisen, sind oft
keine Option bei stark geschwächten Patienten und erfordern außerdem
eine Anästhesie, auf die viele Candidapatienten negativ reagieren.
Das Scannen der Lunge per CT kann bei der Diagnosestellung helfen.
Normalerweise wird die Diagnose von einem Spezialarzt auf Verdacht
(nur anhand der Symptome) gestellt und nicht viele Ärzte verfügen
über das nötige Fachwissen dazu."(Hervorhebungen v.
Autor)