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Stand der medizinischen Wissenschaft


 

 

Die Gesundheitsausgaben pro Kopf in Deutschland sind laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die dritthöchsten innerhalb der Organisation. Gleichwohl sind die Menschen in Deutschland kränker und sterben früher als in vergleichbaren europäischen Staaten.

Die heutige westliche Medizin kann ihre Herkunft aus der militärischen Wiederherstellungsmedizin nicht verleugnen. Entsprechend steht das Wiederherstellen der Arbeitskraft im Zentrum - die Reparaturmedizin,  deshalb zahlt der Arbeitgeber die Hälfte der Krankenkassenkosten. Hiervon resultiert die eigentliche gesellschaftliche Machtstellung der Ärzteschaft und ihrer Organe. 

Das überaus wertvolle Wissen der Volksmedizin, der Kräuterfrauen und Heilerinnen wurde folgerichtig von der Medizin traditionell nicht beachtet, nicht gesehen, geradezu als Schamanismus abgetan.  Und auch die indische Ayurveda-Medizin mit ihrem präventiven Ansatz wird schlicht nicht wahrgenommen. Nicht von ungefähr gibt es bis heute in Deutschland den Heilpraktiker neben der traditionellen Medizin (allerdings mit nicht von der Krankenkasse übernommenen Kosten).

Und auch die Betreuung während der  Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett blieb lange Zeit den Hebammen vorbehalten mit ihrem tradierten Wissen.

Entsprechend erinnert die heute aus der Zeit gefallen wirkende Hierarchie im Krankenhaus an militärische Hierarchie. Und auch die streng hierarchisch aufgebaute Visite mit dem Chefarzt an der Spitze und dem nachfolgenden hierarchisch gegliederten Tross erinnert an militärische Aufzüge und erinnert an undemokratische Urzeiten. Aber selbst die als Monstranz vorweggetragene Ethik wirkt aufgesetzt und erinnert noch an militärische Ethik: "theoretische Betrachtung möglicher Gemeinsamkeiten, aber auch Konflikte einer militärischen und einer medizinischen Berufsethik. Hier finden klassische, aber auch zeitgenössische Konzepte einer Tugendethik eine (..) Berücksichtigung."

Die heutige Evidenz-basierte Medizin versucht die Fehler der alten Ordinarien-Medizin abzustellen. Kratzt man aber an der Oberfläche der Evidenz-Medizin kommen sämtliche überkommenen Strukturen wieder zum Vorschein, inklusive Ordinarienmedizin , Erfahrungsmedizin: "Das bedeutet, dass die Erfahrung immer Vorrang hat und dass medizinisches Wissen grundsätzlich nicht geeignet ist, einen Einzelfall zu widerlegen, sondern umgekehrt immer in der Gefahr ist, von ihm widerlegt oder zumindest eingeschränkt zu werden.", selbst noch letzter Nachhall  scholastischer Züge kommen zum Vorschein.

Entsprechend sind in Deutschland medizinische Datenbanken rar. Und selbst beim Hamburgischen Krebsregister, dass sich als das älteste in Deutschland rühmt,  sind Arztpraxen und Krankenhäuser erst seit 2014 verpflichtet Meldungen über Diagnose-, Therapie- und Verlaufsdaten ihrer Krebspatienten abzuliefern. International ist Trump zum Schreckgespenst medizinischer Dokumentation avanciert: Für ein Wochenende war die bibliografische Datenbank PubMed nicht mehr zugänglich. Und auch ein "Communication Freeze" amerikanischer Forscherinnen und Forscher wird berichtet. Pubmed ist nach Ansicht aller Experten "unersetzbar" und es wird jetzt über einen "Plan-B für Literaturrecherche bei eingeschränktem Zugang" nachgedacht.

Die immer noch strikt hierarchisch organisierte Arbeit  in deutschen Kliniken wird von den darin Tätigen als belastend angesehen.

 Laut einer aktuellen Umfrage des Marburger Bundes empfinden viele Medizinerinnen und Mediziner die Strukturen in Kliniken als einschränkend und belastend. 57 Prozent kritisieren, dass Entscheidungen nur bei wenigen Personen liegen, etwa 60 Prozent sind der Meinung, dass die starken Hierarchien Teamarbeit und Eigeninitiative erschweren und hinderlich für Innovation und Vielfalt sind.

Die Machtstrukturen in Kliniken sind ungesund. Kaum eine andere Branche ist durch eine so starke Machtkonzentration bei gleichzeitiger Abhängigkeit von Vorgesetzten geprägt. Das schafft einen Nährboden für Machtmissbrauch“, beschreibt Dr. Pedram Emami, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes Hamburg, die Situation.

Das erschreckende Ergebnis der Umfrage: 87 Prozent der Befragten berichten davon, schon einmal Machtmissbrauch oder ungerechtfertigte Einflussnahme erlebt oder beobachtet zu haben. Ebenso beunruhigend: 81 Prozent haben rassistische, sexistische oder andere sachfremde Kommentare erlebt. Nur einige Beispiele aus den Umfrage-Antworten:

Nicht von ungefähr waren noch in den Sechzigern/Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts die Kalender der Pharmahersteller für (Chef-)Ärzte durchgängig übelste chauvinistische Sex-Witze-Kalender (als Frauen noch äußerst dünn gesät waren in der Hierarschie.).

Undurchsichtige Vetternwirtschaft bei Besetzungsverfahren für ärztliche Führungspositionen oder fragwürdige Führungsentscheidungen werden in der Befragung kritisiert:

  • „Förderung erfolgt nicht nach Leistung, sondern nach subjektiver Beliebtheit“
  •  „Frauen werden an Führungsentscheidungen nicht beteiligt. Es bestehen  Männerzirkel, die Entscheidungen treffen.“
  •  „Entscheidung des Chefarztes gilt, obwohl sie den Leitlinien oder Studien nicht entspricht.“

Wie man auch allgemein noch in den Jahren vor der Jahrtausendwende erleben konnte (und selbst noch danach), dass in Arztpraxen Leitlinien entweder vollkommen unbekannt waren oder aber als überflüssiger Tand angesehen wurden.

Die Arbeit in deutschen Kliniken ist traditionell stark hierarchisch organisiert. Oberärztinnen und -ärzte sowie Chefärztinnen und -ärzte stehen an der Spitze, während Assistenzärztinnen und -ärzte sowie PJ-Studierende am unteren Ende der Hierarchie agieren.

Assistenzarzt

Nachdem das dritte Staatsexamen nach dem mündlich-praktischen Praxis-Jahr erfolgreich abgeschlossen ist, beginnt der Arzt sein Berufsleben als Assistenzarzt.

Facharzt

Hat man alle Anforderungen des Ausbildungskataloges erfüllt, steht die Facharztprüfung an. Ist auch diese bestanden, hat man den nächsten Schritt in der Klinik-Hierarchie geschafft.

Oberarzt (Gehalt ~ 136.000€/anno)

Oberärzte sind  ausgebildete Fachärzte, die leitende Funktionen im Fachbereich ausüben.

Leitender Oberarzt

Leitende Oberärzte sind Oberärzte, die mit der ständigen Vertretung des Chefarztes beauftragt wurden.

Chefarzt (Gehalt ~ 202.000€-372.000€/anno)

 Ein Chefarzt übernimmt die Leitung seiner Fachrichtung. Management-Kompetenzen und langjährige Berufserfahrung sind erforderlich.

Ärztlicher Direktor

Einer der Chefärzte einer Klinik kann den Posten als ärztlicher Direktor einnehmen.

 

Hier nur eine kleine Auswahl der auffälligsten archaischen Methoden der heutigen Medizin (wirklich nur die auffälligsten. Andere gar nicht erwähnt, wie etwa, dass die Funktion und Bedeutung der Gallenblase selbst von Chefärzten nicht gesehen und verstanden ist und entsprechend schnell im Laufe einer größeren Operation an anderen Organen abhanden kommen kann [So geschehen in einer längeren vom Chefarzt durchgeführten Operation am UKE eines Studienrats. Zum Glück hatte er seinen Sohn Jura studieren lassen. Der konnte eine lächerlich kleine 'Wiedergutmachung' erstreiten. Er selbst verstarb kurze Zeit später an den Folgen...]. Oder etwa MRSA-Problematiken oder nicht gesehene Ansteckungsproblematiken [so kann es Ihnen passieren, dass Sie kränker entlassen werden, als Sie ins Krankenhaus eintraten]....):

  • Kritischste Eingriffe werden unter schier unglaublichen hygienischen Verhältnissen vorgenommen: Lumbalpunktionen werden auf den Tagesaufenthaltsbetten vorgenommen, auf denen der Patient mit seinen Alltagskleidern sitzt.
  • Die gesamte heutige Art der Blutdruckmessung ist eine äußerst archaische Angelegenheit. Teuerste Industrie-Schläuche würden innerhalb kürzester Zeit Ausfälle zeigen bei einer solch rabiaten Behandlung. Und da die Blutdruckmessung eine der elementarsten und aussagekräftigsten medizinischen Messmethoden darstellt, sagt dies natürlich viel über den Stand der heutigen Medizin (aber selbstverständlich auch über den Stand der Physik! Dabei gäbe es alternative Methoden.) Übrigens konnte man in den Jahren vor der Jahrtausendwende (viell. auch noch später) in renommierten Arztpraxen beobachten, dass die Messung mit Unterarmgeräten nicht in Herzhöhe, sondern auf einem Tisch aufliegend vorgenommen wurde, selbstverst. auch ohne Ruhepause vorher (wie viele falsch-positive daraus und dem Weißkittel-Syndrom resultierten ??).
  • Die hochtrabend als Schlaflabore bezeichneten Schlafverhinderungslabore glänzen mit einer archaischen Ableitung der Gehirnströme über zahlreiche Kabel, worauf Mediziner auch noch stolz sind und eine 24-Stunden Blutdruckmessung, die Menschen mit Holzfällergemüt am Einschlafen hindern würde.
  • Ein MRT, das sich wie ein Gebirge im MRT-Raum aufbaut mit höllischen Geräuschen und einem winzigen Einschubloch für den Probanden. Selbst Menschen, die normalerweise in engsten Spalten keine Probleme haben, erfahren hier klaustrophobische Anwandlungen (dies insbesondere, da die Tortur fast eine halbe Stunde andauert und Sie absolut bewegungslos verharren müssen). Offensichtlich haben Mediziner nicht die blasseste Ahnung, mit was sie es dabei zu tun haben: die Frage, ob metallische (ferro-, para-, diamagnetische) Gegenstände im Körper sind, etwa ein Stent (aus Kobalt-Chrom- und Kobalt-Nickel-Legierungen, stark magnetische Legierungen, sog. Magnetlegierungen), unterbleibt. (ein MRT abeitet mit Impulsen auf der sog. Larmorfrequenz= 42,58 MHz/T, Durch die eingestrahlten Hochfrequenzwellen können Metallimplantate wie Prothesen oder Stents bis zu einem kritischen Maß erhitzt werden)
  • Seit mehr als dreißig Jahren könnte man Blinden - eine zuerst vielleicht rudimentäre - bei weiterer Entwicklung aber recht brauchbare Sehhilfe anbieten. Es wäre den US-Milliardären wie Gates, Thiel, Musk etc ein leichtes die noch nötige Forschung hierfür zu finanzieren. Da sie aber bar jedes Wissens über das Sachgebiet sind, indem sie ihre Milliarden gemacht haben, kommt ihnen das nicht in den Sinn. Selbstverständlich müsste man auch eine gewisse Empathie mit Betroffenen aufweisen.
  • Vorsicht vor medizinischen Statistiken: erwähnen Sie, dass Sie vor Urzeiten einmal für kurze Zeit geraucht haben, müssen Sie sich absolut nicht wundern, wenn Rauchen als Ursache ihres Herzinfarktes, Schlaganfalls, ihres..., in den Akten zu finden ist. Was man von medizinischen Statistiken zu halten hat, sollte danach klar sein.
  • Hüft- und Kniegelenkoperationen sind die Cash-Cows der Kliniken. Dabei gäbe es präventive Maßnahmen, um solche Operationen zu vermeiden (ganz abgesehen von alternativen Methoden, die von vorneherein diese Operationen überflüssig machen.) Auch Knorpel-Aufbau Methoden wären eine Alternative.

 

Insider wissen: "Mindestens ein Fünftel der Ärzte bildet sich – leider – überhaupt nicht aktiv fort, meist aus Zeitmangel: Sie lesen keine Fachzeitschriften mehr und besuchen auch keine Seminare oder Kongresse". Der Gesetzgeber musste sogar eine Weiterbildungspflicht einführen (die ist aber derzeit mit minimalem Aufwand zu erfüllen).

Eine gesundheitspolitische Übersichtsarbeit des Leibniz-Instituts für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS kommt zu dem ernüchternden Ergebnis: Statt Krankheiten zu verhindern, beschränkt sich das System nur auf deren Behandlung.

Drei wesentliche Probleme kennzeichnen das System (da der bips-Link nicht funktioniert, hier ein alternativer Link - nachdem ich den alternativen Link eingefügt hatte, funktionierte plötzlich auch der bips-Link wieder. Es geschehen noch Zeichen und Wunder):

  • Fehlende zentrale Steuerung – Deutschland hat keine starke Institution, die Public-Health-Maßnahmen koordiniert. Stattdessen herrscht ein Flickenteppich aus Zuständigkeiten zwischen Bund, Ländern und Kommunen, der zu schlechter Abstimmung und ineffizienter Mittelverteilung führt.
  • Zu wenig Prävention, zu viel Reparaturmedizin – Die Krankenkassen investieren Milliarden in hochspezialisierte Behandlungen, während die Finanzierung von Prävention und Gesundheitsförderung weiterhin ein Nischendasein fristet.
  • Lobbys verhindern wirksame Maßnahmen – Zuckersteuer? Werbeverbote für ungesunde Lebensmittel? Regulierungen für Tabak und Alkohol? In Deutschland sind diese Maßnahmen entweder abgeschwächt oder nie umgesetzt worden – oft unter dem Einfluss wirtschaftlicher Interessen.

 

 

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