Kann der Pilz unser Verhalten steuern?

 

  Bei Insekten ist bekannt, dass der Pilz komplett das Verhalten der Tiere steuern kann. Hier eine der Beschreibungen (frei nach wikipedia): Ophiocordyceps unilateralis ist eine besonders heimtückische parasitische Pilz-Art, die auf Ameisen wächst und deren Verhalten manipuliert. Die Pilzsporen keimen auf dem Exoskelett von Ameisen. Die Hyphen dringen in den Körper des Insekts ein und beeinflussen dessen Verhalten. Das Insekt bewegt sich nach einer Infektionsperiode von drei bis sechs Tagen an einen Platz, der für den Pilz optimale Lebensbedingungen bietet und stirbt dort (bitte bedenken Sie, was dies und das folgende impliziert!). Der Pilz manipuliert die Ameise so, dass sie sich auf verschiedenen Oberflächen wie Blattunterseiten oder Rinden festbeißt. Dieses Verhalten wird als erweiterter Phänotyp des Pilzes gedeutet, da das Festbeißen eine Ortsfixierung für den Pilz bedeutet, um optimierte Umweltbedingungen für die Fruchtkörperentwicklung zu schaffen. Der Pilz bildet nun die Fruchtkörper und neue Sporen. Die für eine Windverbreitung zu schweren Sporen fallen zu Boden, bilden dort Sekundärsporen, infizieren vorbeilaufende Ameisen und schließen so den Zyklus. Heute nimmt man an, dass über 100 bekannte Ophiocordyceps-Arten eine Vielzahl von Insekten infizieren, darunter Schmetterlinge, Motten und Käfer, und mindestens 35, die ihre Wirte "kontrollieren". Schätzungen reichen bis zu mehr als 600 Arten, die darauf warten, beschrieben zu werden.

Es gibt mittlerweile sogar neuere Vermutungen der Wissenschaft, dass ganze Makrostrukturen auf unserer Erde durch mikroskopisch kleine Pilzsporen wenn nicht geschaffen, so doch wesentlich determiniert werden. Der Regen, der den Regenwald erst ermöglicht, soll unter anderem durch an Pilzsporen kondensierendem Wasser entstehen und somit für eine weitflächige Verbreitung der Sporen sorgen.

Ohne in reißerische Spekulationen zu verfallen, wie es selbst das letzte verbliebene deutsche Wissenschaftsmagazin, das 3sat 'nano'-Magazin mit dem Titel einer Sendung tat: "Pilze - sind sie die heimlichen Herrscher unseres Planeten?" (nachdem die nano-Redakteure meine Seiten gelesen hatten). Ist es möglich und vorstellbar, dass der Pilz selbst Einfluss auf unser Verhalten hat? Die Frage stellt sich doch, warum wurden die krankmachenden Eigenschaften der Pilze bis heute nicht erkannt - obwohl sie doch so offensichtlich sind und unzählige bis heute nicht heilbare schwere Krankheiten betreffen?

Warum gründete sich und konzentrierte sich die westliche Medizin so einseitig auf die Bakterien und benötigte bis ins Jahr 2001 (eigentlich bis heute) um unsere Darmbakterien als unsere Symbionten und nützlichsten Helfer zu erkennen? Sicher gab es viele Krankheiten zu entdecken, die durch Bakterien verursacht wurden. Aber die kritiklose Anwendung der Antibiotika führte auch zu den heute manifesten negativen Auswirkungen der Antibiotikaanwendung. Auch dass sich jetzt erst auftut, wie viele unserer derzeitigen Arzneimittel (Antibiotika, Schmerzmedikamente [Diclofenac, Aspirin,...], Säureblocker[PPI], Kortison, Eisenpräparate, Hormonpräparate, Lebensmittelzusatzstoffe, Emulgatoren, aber auch Nahrungsergänzungsmittel, die lange Zeit als das Nonplusultra der Darmgesundheit galten, ....) unseren 'nützlichen Helferlein' schaden, gilt es hier zu erwähnen. Gar nicht zu erwähnen, die vielen Ursachen und Zusammenhänge, die bis heute noch vollkommen unentdeckt sind. Es wären hier noch einige zu nennen, die heute nur Spekulationen sein können, weil jegliche Forschung in diese Richtung unterblieb, für die es aber starke Indizien gibt.

Ist etwa die 'Krone der Schöpfung'  nur ein Manipulationsobjekt und 'Opfer' des Pilzes?



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